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Tom Zeizels Blog: Wie aus ich wir wurde – die Geschichte eines Fotos

Tom Zeizels Blog: Wie aus ich wir wurde – die Geschichte eines Fotos

Wie heißt es so schön: Bilder sprechen mehr als 1000 Worte. Aber nicht allen Bildern kann man die Geschichten ansehen, die hinter ihnen stehen. Ein schönes Beispiel ist das Foto, das 2018 im Internet ziemlich viral abging. Es zeigt IBM Chefin Ginni Rometty und neben ihr jemanden, der ein gelbes Schild trägt, auf dem die Worte „I AM“ stehen. Er hält es mit beiden Händen fest und hat einen Blick, der einen gewissen Stolz erkennen lässt. Bei näherer Betrachtung merkt man, dass Frau Rometty einen Kaffeebecher in der Hand hält, ähnlich wie ein weiterer Herr, mit dem sie sich offensichtlich unterhält.

Was ist nun die Geschichte dahinter?

IBM Champions, also Personen, die sich besonders für die IBM Plattformen engagieren, haben einige besondere Rechte. Nicht nur, dass sie besonders frühzeitig über geplante Neuerungen bei den Produkten informiert werden, sondern beispielsweise auch, dass sie bei IBM Events eine privilegierte Platzwahl haben. So dürfen die Champions bei den Keynotes von IBM Chefin Rometty auf den jährlichen, großen THINK Konferenzen in den ersten Reihen sitzen. Das ist wirklich etwas Besonderes, wenn daneben weitere 25.000 Personen dem Vortrag zuhören.

IBM Champions sind kreative Personen. Und so kam 2018, damals in Las Vegas, der Stadt der Spieler, die Idee zu diesem Foto auf. DNUG Vorstand und Champion Jörg Rafflenbeul hatte seine Kamera dabei und David Hablewitz (USA) machte mit. Beide hatten weitere 4 Champions angesprochen, aber die trauten sich nicht. KLICK und das Bild war im Kasten. Frau Rometty hat davon zunächst nichts bemerkt.

Dann ging das Bild um die Welt. Zunächst zögerlich. Insbesondere auf IBM-Seite galt es als quasi illegal. Aber es entfachte trotzdem eine virale Wirkung und löste eine richtige Foto-Kampagne aus. Nur was sollte das eigentlich mit dem gelben „I AM“ Schild? Es war eine Reminiszenz zur Werbekampagne zu Lotus Notes Version 5 in Jahr 2000 und sollte erneut die Liebe zur Domino Plattform ausdrücken.

Das Foto fand viele Nachahmer (Link) und setzte auch eine Bewegung zu gelben T-Shirts – und sogar gelben Anzügen (es gibt jetzt sogar einen bei S-Oliver) – in Gang. Nur Ginni Rometty verweilte diesbezüglich weiter im Tal der Ahnungslosen, da sich niemand getraut hatte ihr das Bild zuzuspielen.

Doch zur THINK 2019 schickte David Hablewitz der IBM Chefin eine Anfrage, ob man auf der THINK nicht mal ein offizielles Foto machen könne – und sie willigte sofort ein. Wieder das gleiche Team, also Jörg Rafflenbeul mit seiner Kamera und David Hablewitz. Und wieder nach der Keynote. Ein kleines Problem war an den Security-Leuten vorbei in den Backstage Bereich des Moscone Centers in San Francisco zu kommen – da dürfen die Champions normal auch nicht hin. Aber ein Ausdruck der Einladung von Frau Rometty war dann der Schlüssel. Und schon stand sie vor ihnen. Man sprach ein bisschen über das Original und was es ausgelöst hatte und KLICK war das neue Foto im Kasten. Leider gab es in dem Backstagebereich ein farbiges Neonlicht, das das Foto nicht so gut aussehen lässt, wie das Original. Spannend ist aber, dass David Hablewitz doch wieder mitgedacht hatte: Wenn er nun offiziell zusammen mit Ginni Rometty, dann sind ja offiziell zwei Personen auf dem Bild. Also nicht „I AM“, sondern „WE ARE“ und auch noch #dominoforever. Wunderbar!

Jetzt hat er gefallen dran gefunden. Er will nicht aufhören. Wenn HCL demnächst die Collaboration-Lösungen übernommen haben sollte, dann sind die HCL Senior Manager dran …

Ein schönes Wochenende bei perfektem Foto-Wetter wünscht

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Mit HCL auf dem ICS Partner-Treff 2019

Tom Zeizels Blog: Mit HCL auf dem ICS Partner-Treff 2019

Grippezeit. Leider hat sie mich diesmal auch erwischt, so richtig mit Fieber und allen Extras. Selbst wenn es einem dann nach einigen Tagen schon etwas besser geht, so überlegt man sich bei allen Terminen, ob man da unbedingt hin muss. Vieles kann man zur Not verschieben oder delegieren. Aber es gibt Termine, da muss man nicht hin, da will man hin! 

Ein solcher war diese Woche der Collaboration Solutions Partner-Treff in Ehningen. Vermutlich zum letzten Mal in den IBM-Räumen, zumindest mit IBM als Ausrichter. Da habe ich mir nicht allein gesagt, dass ich da unbedingt dabei sein möchte, sondern auch mehr Partner denn je. Es gab erstmals knapp über 200 Anmeldungen! Ein toller Erfolg für unser Channel Team, bestehend aus Claudia Pölkemann, Wolfgang Johann und Andreas Schulte!

Nach meiner kurzen Eröffnung gab es im Wesentlichen vier Programmteile:

  1. Eine Übersicht was zu Notes Domino, Sametime und Connections auf der THINK 2019 neu war vom deutschen Team (Peter Schütt, Stefan Neth, Frank Putzky).
  2. Die Präsentation von Richard Jefts, dem General Manager von HCL Digital Solutions und dem vielsagenden Titel: „A new Beginning – the Force has awakend“.

    Richard Jefts

  3. Die Vorstellung des HCL Partnerprogramms durch Francois Nasser, AVP, Sales, Services & Channel bei HCL.
  4. Teilnahme am weltweiten Webcast zum Thema „Domino 11 Vorschau“, den Richards Jefts aus technischen Gründen live von einem Nebenraum zusammengeschaltet mit IBM Offering Manager Andrew Manby aus den USA ausführte.

Ich möchte jetzt gar nicht auf die Details eingehen, die Sie in den nächsten Wochen auch live vor Ort vorgestellt bekommen werden. Dazu haben diverse Partner und IBM zahlreiche Termine fast überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie einige WebCasts, organisiert. Ich finde die realen Treffen immer noch deutlich wertvoller, denn die persönliche Nähe in echten Treffen hat doch einen unschätzbaren Mehrwert, selbst wenn es mit Reiseaufwand verbunden ist … und Grippeviren verteilt 😉 Warum, dass hat man auch auf dem Partnertag wieder gesehen. So viel Networking und Diskussionen gibt es einfach virtuell nicht. Zudem haben zahlreiche Partner auch die Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit den HCL-Vertretern genutzt. 

Francois Nasser

Die HCLer Richard Jefts, Francois Nasser, aber auch die ebenfalls anwesenden Uffe Sorensen und Andre Hagemeier waren ja alle bei IBM und sind in dem Sinne gute Bekannte. Das sorgt für eine spürbare Vertrautheit. Und ich kann nur sagen, dass auch mir die große, vorwärts-schauende Begeisterung der HCLer nicht verborgen geblieben ist. Sollte der Verkauf im Sommer tatsächlich über die Bühne gehen, so hat HCL viel zu tun. Noch sind viele Details nicht final geklärt, aber zumindest die Produkt-Roadmaps, über die man im Moment schon sprechen darf, sehen so aus, als wenn da Profis mit Begeisterung am Werk sind, die sich stark auf die Bedürfnisse der Kunden fokussieren. Sie machen das, weil sie glauben damit am ehesten erfolgreich zu werden und für das Portfolio Wachstum erzielen zu können. Das klingt nach einem guten, realistischen Plan.

An der Stelle sollte man nicht übersehen, dass HCL nicht nur die Collaboration Solutions übernehmen möchte, sondern auch Portal, Commerce, Unica, usw. Diese Lösungen werden nach Richard Jefts Aussage, anders als bei der IBM, wesentlich enger zusammengeführt werden, was entwicklungsseitig klarere Synergien bringt und für die Kunden den Integrationsaufwand und damit auch Betriebskosten reduzieren wird. Schön ist, dass Domino hier ein Herzstück mit einer bemerkenswerten, nahezu jugendlichen Roadmap ist. Das hätte noch vor eineinhalb Jahren niemand geglaubt. Und bisher, mit Domino V10, hat HCL sein Versprechen zu liefern eingehalten.

Der Übergang ist definitiv spannend und wird bei der gegebenen Komplexität sicher auch noch den einen oder anderen Stolperstein mit sich bringen. Das Schöne ist aber, dass mir sowohl auf dem Partnertreff, als auch in meinen Gesprächen bei Kunden, sehr viel positives Feedback zu dem Übergang gegeben wird. Kritische Stimmen sind wirklich selten. Richard Jefts Vortragsthema passt da schon: „Ein neuer Anfang – die Kräfte sind erwacht!“

Ein schönes, verbleibendes Wochenende wünscht Ihnen

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Wie Connections immer besser wird

Tom Zeizels Blog: Wie Connections immer besser wird

IBM Connections ist 2007 erstmals auf den Markt gekommen und hat sich schnell als weltweit führendes Social Business Tool etabliert. Über die Jahre ist allerdings viel passiert: So ist der Hype um den Begriff „social“ deutlich abgeflaut und neue Technologien haben den Markt an vielen Stellen verändert. Aber auch Connections ist nicht stehen geblieben. Vielleicht es in den letzten Jahren im Sinne von Gartners Hype Kurve etwas ruhiger geworden.

Zur Erinnerung: Gartner geht beim Verlauf einer typischen Hype-Kurve davon aus, dass etwas Neues nach einer steilen Anstiegsphase zunächst zu einem Hype wird. Das bedeutet, dass viele darüber reden, aber es bis dato kaum jemand nutzt. Dann kommen die „Early Adopters“ und die Kurve fällt jäh ab, was bedeute, dass kaum noch jemand darüber spricht. Danach entwickelt sich ein Produkt zu einer Art „Standard“ oder „Business as usual“ und die Hype-Kurve steigt wieder etwas an. Dann werden eher praktische Erfahrungen der dann auch zahlreichen Nutzer ausgetauscht, aber es gibt kaum noch eine Aufregung im Sinne eines Hypes. Das kann nach außen wie Friedhofsruhe wirken, als ob das allgemeines Interesse scheinbar abnimmt, obwohl die realen Nutzer sehr viel Gewinn aus der Lösung ziehen – es wird nur einfach nicht mehr so viel darüber geredet.

Genau in dieser Phase befindet sich IBM Connections heute – bei vielen, kleinen, mittleren  und großen Unternehmen ist es erfolgreich im Einsatz, aber es ist scheinbar ruhiger geworden um das Produkt. Der Schein trügt. IBM hat Connections stetig immer weiterentwickelt. Aktuell ist das Release 6.0 CR4 verfügbar. Dazu ist anzumerken, dass IBM seit 2 Jahren Neuerungen nicht mehr als Release, sondern in Verbindung mit Fixes als kumulatives Fix- und Feature-Pack ausliefert. Da das von den internen Prozessen aus viel einfacher ist, kommen die CRs mittlerweile regelmäßig einmal im Quartal. Mit der Häufigkeit geht zwar etwas der öffentlichkeitswirksame Paukenschlagcharakter eines Releases verloren. Real bekommen Sie, unsere Kunden, aber neue Funktionen viel schneller.

Gerade in der frühen Zeit wurde Connections oftmals als „Facebook“ für Unternehmen bezeichnet – eigentlich eine Verleumdung. Facebook war lange ein ziemlich einfacher ActivityStream ohne weitere Funktionalität und ist erst jüngst unter Aufgabe der Einfachheit diversifiziert worden. Die Inhalte von Privatpersonen sind eher vom Mitteilungscharakter und die von Unternehmen sind meistens pures Marketing. Aus Nutzersicht geht es überwiegend um Unterhaltung, um „Berieselung“ als Alternative zum Fernsehprogramm. Es ging und geht bei Facebook-Nutzung nie wirklich darum Arbeit zu erledigen, gemeinsam Projekte zu machen, Aufgaben nachvollziehbar zu erfüllen oder einen Wissenspool aufzubauen. Für diese Dingen gab und gibt es im Internet ja weitere Werkzeuge, wie u.a. Wikipedia.

Die Idee von Connections war von Anfang an eine „Suite“ zu sein, die alle wichtigen Werkzeuge der Zusammenarbeit in einem Tool mit durchgängiger Suche, durchgängigem Tagging, usw. zusammenfasst. De Facto ist nur der ActivityStream in Connections schon so etwas, wie ein „Facebook in Connections“. Damit geht Connections insgesamt weit über die Funktionalität von einem Bespaßungtool, wie etwa Facebook, hinaus. Es ist eben eine Lösung um Arbeit einfacher und inhaltlich besser zu erledigen. Der Preis der deutlich größeren und auch notwendigen Möglichkeiten ist aber leider auch zu entrichten: Eine höhere Komplexität in der Benutzung.

Dass das immer wieder zu Verdruss und Adaptionsproblemen führt, ist uns bewusst. Darum haben wir im letzten Jahr den Fokus der Weiterentwicklung gar klar auf eine Optimierung der Bedienbarkeit gelegt und hier auch wirklich sehr gute Fortschritte erlangt. Das aktuelle Release ist z.B. wesentlich einfacher und intuitiver zu bedienen als es noch eine Version 5.5. von 2016 war. Um nur zwei Beispiele herauszuheben:

  • Sowohl bei Dateien als auch Communitys ist die Darstellung, Navigation und Suche stark vereinfacht und vereinheitlicht worden. Da viele Nutzer immer gern daran weiterarbeiten wollen, wo sie zuletzt aufgehört hatten, kommt man heute beim erneuten Anmelden zuerst wieder auf die Ansicht, in der man zuletzt aufgehört hatte.
  • Das Erstellen einer Startseite für einen Bereich oder einer Abteilung, also einer lokalen „Homepage“, ist mit einer neuen Technologie sehr einfach geworden.

Die Liste der Neuerungen ist sehr lang, aber darauf möchte ich hier gar nicht eingehen. Stattdessen möchte ich auf die Zukunft schauen.

Wie wir ja schon mehrfach mitgeteilt haben, wird HCL International u.a. die IBM Collaboration-Lösungen aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer 2019 übernehmen. Bis dahin verbleibt insbesondere Connections ein reines IBM Produkt. Das führt zu der Problematik, dass IBM wenig über eine Zukunft unter den Händen von HCL sagen kann und HCL andererseits aufgrund rechtlicher Bestimmungen in einer Vorkaufsphase, die u.a. eine Freigabe durch die amerikanische Börsenaufsicht erfordert, noch nichts über zukünftige Pläne äußern darf.

Trotzdem verharren beide nicht im Dornröschenschlaf und tun nichts an Connections. Auf IBM-Seite arbeitet man konzentriert am Release CR5, dass im zweiten Quartal kommen wird, nachdem wir gerade vor Kurzem das Release CR4 geliefert haben und auf HCL-Seite lässt sich wahrnehmen, dass bereits gezielt potenzielle Connections-Entwickler eingestellt werden.

Für die Frage, wie es denn ab Herbst weitergehen wird, ist eines besonders wichtig: zu verstehen, wie es weitergehen soll, also, was sich die heutigen und zukünftigen Kunden am meisten wünschen. In der schon länger bestehenden IBM-HCL Entwicklungspartnerschaft zur Domino-Produktfamilie haben wir gemeinsame sehr gute Erfahrungen mit einem speziellen Verfahren Kunden zu befragen gemacht, den so genannten „Jams“, also Workshops, die Design-Thinking Methodik einsetzen, um ein besonders klares Bild zu erhalten, was sich die Kunden wünschen. Genau diese Jams machen wir nun auch für Connections unter dem Titel „Let’s connect“! Und zwar am 1. April (kein Scherz!) in Frankfurt und am 3. April in Zürich. Falls Sie Interesse haben sich hier aktiv zu beteiligen, so melden Sie sich bitte hier zu diesem kostenfreien Workshop an.

Ich würde mich sehr über eine hohe Beteiligung freuen, denn Connections ist es in seiner Einzigartigkeit, was Möglichkeiten zu einem „Digital Workplace“ mit dem offenen Teilen von Unternehmenswissen angeht, einfach wert.

Ich hoffe, Sie sind dabei!

Ihr Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

PS.: Noch eine kleine Korrektur: Wir hatten nicht bedacht, dass die Amerikaner schon am kommenden Wochenende auf Sommerzeit umstellen. Der Webcast mit Andrew Manby (IBM) und Richard Jefts (HCL) zu Domino V11 und u.a. zum neuen, zukünftigen „lightweight“ Notes Client im Browser wird am kommenden Donnerstag nicht erst um 16 Uhr, sondern bereits um 15 Uhr hiesiger Zeit stattfinden!

THINK 2019 ICS Update – das Gespräch

THINK 2019 ICS Update – das Gespräch

Wie in jedem Jahr haben Jens-Uwe Fimmen und ich auch 2019 wieder ein  Gespräch live auf der THINK 2019 aufgenommen. Wie immer wirklich live, also ungescripted, dynamisch und spontan, nur ein ganz klein bisschen gekürzt. Dort sprechen wir alles an, was uns in den vielen Präsentationen zu IBM Collaboration Solutions wichtig erscheint. Alles? Nicht ganz – wie zu erwarten, haben wir ein paar Sachen vergessen anzusprechen, etwa, dass es seit einigen Tagen das volle Domino V10 auch für IBM System i (besser bekannt als iSeries oder AS/400) gibt. Und weitere Details, die aber auch hier in Tom Zeizels Blog schon nachzulesen waren.

Viel Spaß beim Video-Schauen. Und ja, wir freuen uns über „likes“.

 

 

Tom Zeizels Blog: Viele Wenig machen ein Viel – ICS Updates im Januar.

Tom Zeizels Blog: Viele Wenig machen ein Viel – ICS Updates im Januar.

Es sind immer spannende Tage, so im Januar. Es passiert immer ganz viel. Damit meine ich jetzt nicht die Kollegen, die mit viel Euphorie bei der großen spanischen Lotterie mitgemacht haben und nun nichts gewonnen haben, sondern vielleicht schon eher unseren dänischen Kollegen Uffe Sorensen, den es schon vor dem Abschluss der geplanten Übernahme durch HCL eben dorthin gezogen hat. Nein, ich meine ganz normale Dinge aus dem ICS Geschäftsumfeld, die wichtig sind erwähnt zu werden. Hier geht es los:

Forrester Studie zu Domino

Es heißt immer, dass Domino eine so besonders günstige Plattform ist. Weil wir selbst einmal wissen wollten, ob das wirklich so ist, haben wir Forrester Research gebeten unter dem Titel „The Total Economic Impact™ of IBM Domino – Cost Savings and Business Benefits enabled by IBM Domino Application Development Platform” eine Research-Studie anzufertigen. Das Ergebnis liegt nun vor und ist, wie zu erwarten, spannend!

Domino V10.0.1 Update und mehr

Die meisten CIOs arbeiten nach der sogenannten „Goldenen CIO Regel“: „Never use a Version 1.0“. Genauer gesagt gilt das auch für x.0, also z.B. für die V10 von Domino, die am 10. Oktober 2018 kam. Das war damals ja auch, wie immer, zuerst die englische Sprachversion. Typisch folgt das Sprachpaket 1, zu dem auch Deutsch gehört, etwa 3 Monate später. Das Aufwendige dabei ist gar nicht die eigentliche Sprachversion, sondern eher die verständliche Übersetzung der Hilfstexte mit passenden Screenshots – und das dauert halt.
Jetzt kam im Dezember bereits die Version, auf die CIOs zur Installation gewartet haben, nämlich die V10.0.1. Wir haben uns entschlossen das Sprachpaket gleich darauf anzupassen, was dazu führt, dass es nun erst in Kürze kommen wird. Die gute Nachricht on Top: Auch die von Anfang an als später kommende Domino Version für System i wird jetzt in Kürze kommen! Und „Kürze“ ist wörtlich zu nehmen.

Connections 6 CR4 kommt (auch) in Kürze

Auch Connections 6 bekommt erneut funktionale Erweiterung und Bug Fixes mit dem neuen CR4. Geplant sind zahlreiche Verbesserungen u.a. für die Community-Übersicht, Community-Dateien, Wikis, Benachrichtigungen, usw. Wenn alle finalen Tests positiv verlaufen, sollte es noch vor der THINK klappen. Danielle Baptiste wird dann auf der THINK die Details zu CR4 und die weiteren Pläne auf der THINK vorstellen. Dann werden auch weitere Details hier im Blog  folgen.

THINK 2019 – jetzt noch schnell anmelden!

Es ist noch nicht zu spät sich zur THINK 2019 (12.2.-15.2. in San Francisco) anzumelden. Über die umfangreiche Agenda auch zum Thema Collaboration, hatte ich in den letzten Wochen geschrieben. Neben den vielen Fachvorträgen dürfte besonders spannend sein, dass man sich dort zu Individualgesprächen mit dem IBM und auch HCL Management treffen kann. Wer hierzu tiefer gehende Fragen hat, auch wie wir bei der Reise unterstützen können, oder auch etwas organisiert haben möchte, wende sich bitte direkt an mich. (ThZeizel@de.ibm.com).

Zwei IBM Social Adoption Kunden-Roundtables im Februar

Einmal im Quartal treffen sich unsere interessierten IBM Connections Kunden in Baden-Württemberg, bzw. NRW zu den sogenannten „Social Adoption Roundtables“, diesmal am 22.2. in Ehningen bei der IBM, bzw. am 27.2. in Essen bei einem der teilnehmenden Kunden. Für das Treffen im Südwesten ist es ein kleines Jubiläum: es ist bereits das zehnte Treffen dieser Kunden-Community, was auch sagt, dass dieser Roundtable bereits seit zweieinhalb Jahren läuft und läuft und läuft! Chapeau!
Bei beiden Treffen geht es, wie immer, im Wesentlichen um Erfahrungsaustausch in der Nutzung von Connections, aber auch um Produktupdate-Informationen. Diesmal wird bei beiden Treffen unsere für Connections weltweit zuständige Offering Managerin Danielle Baptiste persönlich dabei sein und die Roadmap vorstellen. Wer sich für einen der Termine interessiert, wende sich bitte direkt an Peter Schütt (schu@de.ibm.com).

HCL Update Call nächste Woche

Rajesh Iyer, VP and Head of Product Management bei HCL, wird am kommenden Mittwoch, den 23.1. ab 16:00 Uhr berichten, was es Aktuelles zum Thema „HCL to Acquire Select IBM Software Products – Product Management Update“ gibt. Hier kann man sich anmelden.

HCL Factory Tour Episode 2, auch im Februar

HCL hatte im letzten Jahr zu einem Workshop in Boston eingeladen – dafür gab es heiß umkäpfte „Golden Tickets“. Damals ging es um Domino V10 und die Teilnehmer – auch einige aus Deutschland – waren begeistert. Nun soll der nächste Workshop dieser Art folgen- Episode 2. Bisher gibt es allerdings nur die “Save the Date” Notiz: Mailand, 26.-28. Februar 2019. Details folgen in Kürze.

Mit vielen Grüßen aus Ulm

Ihr
Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

Tom Zeizels Blog: IBM Collaboration Solutions – der Jahresrückblick

Tom Zeizels Blog: IBM Collaboration Solutions – der Jahresrückblick

Ich mag es kaum glauben, aber schon ist es wieder Weihnachten. Das Jahr 2018 ist so dahingerauscht in einem nahezu schwindelerregenden Tempo. Für uns ist es noch nicht zu Ende – wir erwarten noch einige Abschlüsse und sind da selbstverständlich für Sie – unsere Kunden – sprichwörtlich bis zur letzten Minute da. Es ist ja auch das berühmte „Q4“, das wichtigste Quartal ever ;-)).

Es gab eine ganze Reihe von Höhepunkten. Da ist sicher die THINK 2018 im März in Las Vegas zu erwähnen – nur ganz nebenbei: Haben Sie sich schon zur THINK 2019 in San Francisco angemeldet? Wir helfen auch gern bei der Hotelsuche – und dann natürlich die äußerst gelungene 45. DNUG Konferenz im Juni in Darmstadt. Die 46. DNUG wird übrigens am 4. & 5. Juni in Essen stattfinden. Was mich dazu wirklich freut ist, dass es dem DNUG Vorstand so hervorragend gelungen ist, die DNUG wieder zu einem „da muss man dabei sein!“-Event zu machen. Die deutlich wachsenden Teilnehmerzahlen und das starke Interesse an den Fachgruppentreffen und Web-Konferenzen sprechen Bände. Echt super!

Ich dachte „noch mehr ‚Top‘ geht eigentlich gar nicht“, aber es ging dann doch: IBM und HCL hatten 2017 versprochen in 2018 die Domino V10 Version herauszubringen. Eigentlich sollte es in Frankfurt am 10.10. um 10:10 Uhr sein – nur war da leider schon die Buchmesse. Also mussten wir auf den 9. Oktober ausweichen. Das war letztlich kein Problem und die Kombination mit der deutschen Ausgabe der THINK in einem Gebäude hat auch hervorragend funktioniert. Nicht zu vergessen wäre da auch noch die „Bleeding Yellow“-Rooftop-Party der DNUG am Abend zuvor. Was dort mit bester Stimmung begann, setzte sich am nächsten Tag bei über-„Full House“ auf dem Ankündigungsevent fort. Selbst Stunden nach dem offiziellen Ende waren immer noch zahlreiche Kunden an den Demoständen der Business Partner (auch an die natürlich ein großes Dankeschön insgesamt!)  – und das hat definitiv nicht an dem Freibier gelegen, das es zum Ende gab, sondern an der neuen Version V10. IBM und HCL haben geliefert und was drin ist hat begeistert. 

Und dann gab es im Dezember noch eine Überraschung: HCL und IBM kündigten gemeinsam an, dass HCL u.a. die Collaboration Produkte der IBM übernehmen möchte. Was im ersten Moment für manchen irritierend gewirkt haben mag, stößt dann aber doch auf überwiegend positive Resonanz. Für unsere Kunden und Partner ändert sich zunächst einmal nichts, da die Kartellbehörden so etwas genehmigen müssen und dazu etwa ein halbes Jahr benötigen. Wir bei IBM bleiben also zunächst wie gewohnt ihre Ansprechpartner und HCL ist sowohl Wettbewerber als auch Entwicklungspartner für die Domino-Produkte. Wie es auch immer kommen wird, werden IBM, HCL und unsere Partner natürlich dafür sorgen, dass bestehende Verträge erfüllt werden. Insofern spricht auch nichts dagegen jetzt noch langfristige Verträge abzuschließen, zumal es für Domino V10 gerade – bis Jahresende – besonders attraktive Konditionen gibt. 

2019 steht schon am Horizont. Es wird auf jeden Fall spannend: Im Februar die THINK in den USA, im ersten Halbjahr Connections 6 CR4 und CR5, im Juni dann die DNUG-Konferenz in Essen, um den Zeitpunkt herum vielleicht der Übergang zu HCL, im zweiten Halbjahr Domino 11, auch mit einer neuen Sametime-Version, und im Herbst „25 Jahre DNUG“ mit einem Special Event, auf das ich mich schon sehr freue!

Doch zunächst Ihnen allen ein frohes Fest, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2019. Man sieht sich, wir, mein Team und ich, freuen uns auf Sie!

Ihr Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

PS.: Hiermit ist auch erst einmal Pause mit meinem Blog bis ins neue Jahr.

Tom Zeizels Blog: HCL will IBM Collaboration Solutions übernehmen – und nun?

Tom Zeizels Blog: HCL will IBM Collaboration Solutions übernehmen – und nun?

IBM und HCL International haben am 6. Dezember angekündigt, dass HCL eine bindende Vereinbarung zur Übernahme einer Reihe von IBM Produkten, u.a. des IBM-Portfolios für Collaboration Solutions, unterzeichnet hat. HCL International ist ein vor 40 Jahren in Indien gegründetes Unternehmen mit 127.000 Mitarbeitern und $7,8 Milliarden Umsatz (2017), das sich bisher auf Softwareentwicklung und IT-Outsourcing konzentriert hat, jetzt aber eine neue Wachstumsstrategie beschlossen hat, unter deren Licht diese Ankündigung steht. Viele Kunden und Partner würden jetzt gern genau wissen, wie das Ganze abläuft und auch wie sich die Roadmaps der Produkte der Domino Familie und Connections konkret entwickeln werden. Leider gibt es da eine bedeutende, juristische Hürde, die hier enge Grenzen setzt.

Eine solche Akquise zwischen zwei Unternehmen muss grundsätzlich kartellrechtlich überprüft werden und folgt strengen rechtlichen Vorgaben. In der Phase der Prüfung, die üblicherweise etwa 6 Monate dauert, muss das Geschäft genauso weitergehen, wie vor der Ankündigung. Waren die Unternehmen Wettbewerber, bleibt das auch in der Zeit der Überprüfung so. Der Austausch zwischen den beiden Unternehmen bleibt beim Zustand vor der Ankündigung eingefroren. Beide haben peinlich darauf zu achten, dass auf gar keinen Fall irgendwelches Insiderwissen nach Außen gerät, damit die Aktienkurse beider Unternehmen nicht manipuliert werden können. Das wäre strafbar! Da es auch sein kann, dass die Kartellbehörden einen Kauf ablehnen und er deshalb nicht zustande kommt, müssen beide Firmen auch im Sinne des Schutzes ihres intellektuellen Kapitals darauf achten, dass es hier nicht vor Abschluss zu einem Austausch kommt. Das könnte ja die Wettbewerbssituation völlig verzerren, wenn es doch nicht zum Abschluss käme. 

So nachvollziehbar diese rechtlichen Rahmenbedingungen sind, so sehr würde man doch gern wissen, was danach passiert. Das trifft Kunden, Partner und bisherige Mitarbeiter gleichermaßen. Wie immer gibt es im Internet dazu die unterschiedlichsten Betrachtungen und Abschätzungen, denen ich mich hier aus besagten Gründen aber nicht anschließen möchte – nur eine besonders lesenswerte vielleicht herausheben, nämlich die von Nigel Cheshire, der eine Parallele zur Übernahme von Jaguar und Land Rover durch Tata Motors zieht. Stattdessen möchte ich einfach mal im Stil von Frage & Antwort zusammenfassen, was es in der Regel von Executives von IBM und HCL hierzu an offiziellen Aussagen gibt – deshalb jeweils mit Quellenangabe. Da selbst das schon eine juristische Gratwanderung ist, verzichte ich dabei auf eine Übersetzung, um jegliche Fehlinterpretation auszuschließen.

Frage: Welche Strategie steht bei HCL hinter dieser angekündigten Akquise?

Antwort:

“The large-scale deployments of these products provide us with a great opportunity to reach and serve thousands of global enterprises across a wide range of industries and markets. I am confident that these products will see good growth trajectory backed by our commitment to invest in product innovation coupled with our strong client focus and agile product development. In addition, we see tremendous potential for creating compelling ‘as-a-service’ offerings by combining these products with our Mode-1 and Mode-2 services” hat C Vijayakumar, President & CEO, HCL Technologies in einer Pressemeldung bekundet (https://www.hcltech.com/press-releases/products-and-platforms/hcltechnologies-acquire-select-ibm-software-products-18b)

Frage: Was wird mit den eingekauften Produkten, auch den Collaboration Produkten passieren?

Antworten: 

Hierzu ergänzt Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies, während der Investorenpräsentation am 7. Dezember 2018: „As you look at each of the individual products, they’re in an attractive multibillion-dollar markets, growing if not single-digit than double-digit growth rates. And the positioning of these products overall in terms of the customer base they had, the analysts’ recognition that they have, they’re all very well-positioned in the leadership quadrant.“ … „Collaboration, which consists of 2 product families, Notes & Domino and Connections, which are in many respects large iconic products with very, very large global install basis, that have been recognized by analysts.“ …

„Having a core engineering and product DNA is something we’re very proud of as a company. …

„On taking those and applying a series of innovation steps, that ultimately enhance both the short-term and long-term potential of these products. Some of it are things that you would expect any good product organization to do, delighting customers, having product managers who are engaging and listening to power users, participating in user groups and engaging in transparent development, joint innovation with customers, again, this is something that we feel very close to the HCL DNA, its co-creation and co-invention with our leading customers.“ …

„Ultimately, it’s about innovation. And this is something that I think you can mark by a major new releases of the products. It is bringing in innovative new technologies like machine learning and analytics“. 

Frage: Was wird mit den bisherigen Mitarbeitern bei IBM Collaboration Solutions passieren, bzw. aus Kundensicht: Werden meine bisherigen Ansprechpartner meine Ansprechpartner bleiben?  

Antworten:

„The start point of that is there is a certain number of people who will transition from IBM, who have been doing this specialized work and we will continue to augment that with a lot of support infrastructure“ so C Vijayakumar, President & CEO, HCL Technologies auf der HCL  Investorenpräsentaion am 7. Dezember 2018.

Detailiert wurde das auf der selben Veranstaltung nochmals von Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies: „There will be a fairly significant people transfer from IBM as part of the steel and that will be both from the cell site as well as on the engineering side.“ „There is a salesforce that upon closing will come and join HCL. A fairly significant sales team. It’s a global sales team, spread across multiple different countries and geographies all over the world. So as a substantial sales force, the sales force that will be coming over is the sales force that had dedicated focus on these products.“ 

Frage: Was ändert sich für IBM Business Partnern?

Antwort:

Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies, beantwortete diese Frage in einem Interview mit CRN: “Going forward, HCL Technologies and IBM will continue their long-term relationship where the two sell each other’s technology.”  

 „The deal, once it closes, is not expected to have a big change in how IBM Business Partners work with the software as it becomes part of HCL Technologies.” 

“There will be no change in these arrangements until formal deal closure, which is expected to happen mid-2019. Post deal-closure, HCL will work with IBM Business Partners to sign them up as HCL Business Partners. Working with Business Partners has always been a core part of HCL’s business philosophy.”

Frage: Wie geht es mit den Produkten der Domino Familie weiter?

Antwort:

Zu den Produkten der Domino Familie besteht bereits seit Oktober 2017 eine Entwicklungspartnerschaft zwischen IBM und HCL. Hier ist Zusammenarbeit also „Business as usual“, wodurch die momentanen rechtlichen Einschränkungen in der gemeinsamen Zusammenarbeit und Kommunikation nicht ganz so tiefgreifend wie in anderen Bereichen sind. 

HCL hatte in dem Zusammenhang einen sehr großen Teil der IBM Domino Entwickler übernommen. Dazu gehört auch Richard Jefts, der die Entwicklung dieser Produkte bereits bei IBM verantwortet hatte und dieses nun bei HCL tut. Er berichtet an die hier mehrfach zitierten Darren Oberst. Man ist in ein für die Entwickler nahegelgenes Gebäude in Chelmsford – das liegt 40 km außerhalb von Boston, USA – umgezogen. Dort konzentriert sich heute die Entwicklung der Domino Produkte. HCL investiert stark und weitere Entwickler werden dort nahezu fortlaufend eingestellt – wofür gerade ein neues Gebäude erstellt wird. Kontinuität und Wachstum werden bei HCL also großgeschrieben.

Im Oktober 2017 hatten beide gemeinsam eine neue Version der Domino Produktfamilie für 2018 angekündigt und mit Domino V10 pünktlich im Oktober 2018 geliefert. Das Feedback zu zahlreichen neuen Funktionen und Neuausrichtungen war fast durchgehend positiv. Seit mehreren Monaten laufen jetzt bereits die Arbeiten an der für 2019 geplanten Version 11. Die weltweiten Kundenbefragungen nach den Wünschen für diese Version in Form von Jams laufen bereits und sind in D-A-CH in den letzten Tagen gerade sehr erfolgreich abgeschlossen. Hier waren IBM und HCL als Partner bereits immer gemeinsam aufgetreten.

Soweit ein erster Überblick. Für Fragen im Rahmen der rechtlichen Rahmenbedingungen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Ihr 

Tom Zeizel

Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Wer ist HCL?

Die Nachricht vom 6. Dezember bringt – mit ein paar Tagen Abstand betrachtet – eine überfällige Entscheidung mit sich. Endlich Klarheit nach der offiziellen Meldung: „HCL Technologies to Acquire Select IBM Software Products for $1.8B“. Der größte Zukauf für ein indisches IT-Unternehmen aller Zeiten. „Es kann nur besser werden“, ist im Workspace der DNUG-Fachgruppen zu lesen. Weiterlesen

Endlich Klarheit

IBM verkauft Domino, Notes, Verse, Sametime, Connections und andere Teile ihres Produkt-Portfolios an das international agierende IT-Dienstleistungsunternehmen HCL Technologies. Mit dieser Entscheidung kommt endlich Klarheit in die seit gut einem Jahr in Bewegung geratene Collaboration-Szene.

John Kelly, IBM Senior Vice President für Cognitive Solutions and Research lässt sich mit den Worten zitieren: „We believe the time is right to divest these select collaboration, marketing and commerce software assets, which are increasingly delivered as stand-alone products.“

Auf zu neuen Ufern

Jeder, der in die Leidensgeschichte der Notes/Verse/Domino Community eingebunden ist, kann angesichts der neuen Tatsachen aufatmen. Mag der Verkauf von politischer Raffinesse und Unkenrufen begleitet sein – er wird vor allem die Produktentwicklung von einer Fixierung auf Renditen hinzu einer den Kundennutzen voranstellenden Programmstrategie führen. Also jenem Prozedere folgend, welches HCL mit dem Launch von Domino V10 im Oktober 2018 aufgezeigt hatte.

Die IBM-Konzernstrategie hat das Produktportfolio in den letzten Jahren konsequent auf Integration gebürstet: KI, Hybrid Cloud, Cybersecurity, Analytics, Blockchain sowie spezifische Lösungen für verschiedene Industrien. Das Collaborations-Portfolio erhielt dabei nie die volle Aufmerksamkeit. Auch zum Leidwesen der eigenen Angestellten.

Und trotz oder gerade weil das IBM-Topmanagment Produkte und Abteilungen wie Notes/Verse/Domino etwas stiefmütterlich behandelte, bestehen weltweit Usergroups, die an der grundsätzlichen Idee der Zusammenarbeit festhalten und diese nach Kräften vorantreiben. Unsere Nutzervereinigung und ihre Fachgruppen sind in der aktuellen Lage geradezu prädestiniert, eine zentrale Kommunikationsplattform bereitzustellen, um gemeinsam die technischen Möglichkeiten auszuloten, die bis dato verwaist blieben.

Die DNUG – ein starker Partner

In unserem Kollaborationsumfeld zählen wir als Vereinigung von Nutzerinteressen auf drei starke Partner. Die Produkt-Teams des Herstellers, seine Business-Partner und deren Kunden. Alle Parteien versammeln sich seit Jahren in der DNUG um ihre Ideen zu abzustimmen und gemeinsam zu verwirklichen. Mit dem Release von Domino V10 wurde die erste Tranche des Innovationsstaus abgelöst. HCL bekommt nun zu Weihnachten die weit größere Chance, noch frischeren Wind in weite Teile des ICS-Portfolios zu bringen.

Damit öffnen sich den Produktmitarbeitern sowie Business Partnern und Kunden vollkommen neue Wege, genau die Lösungen zu bauen, die ihren Unternehmen und damit deren Kunden den meisten Nutzen bringen. Basierend auf dem, was die Mitarbeiter bei IBM und HCL – eher im Hintergrund für die Kunden – in den letzten anderthalb Jahren bewirkt haben, sehen auch wir einer positiven Zukunft entgegen.

In unserer Community leben wir die Zusammenarbeit und begreifen die aktuellen Entwicklungen als Wachstumschance. Danke an alle IBM-Mitarbeiter, die das Thema Collaboration in den Markt tragen. Die Zusammenarbeit bereitet uns viel Freude. Wir hoffen, dass möglichst viele „ihrem“ Produkt treu bleiben und ihre Kreativität unter neuer Flagge ausleben.

Erlebe die #dnug46

Bis zum endgültigen Abschluss des Verkaufs wird es noch einige Zeit dauern. Die DNUG bleibt unterdessen ihrer Rolle verpflichtet, ihren Mitgliedern und allen Interessierten stetig neue Informationen aus der Collaboration-Szene zu präsentieren. Deshalb sei an dieser Stelle ganz speziell auf unsere Jahreskonferenz am 4. und 5. Juni 2019 in Essen hingewiesen. Mit den sich abzeichnenden Veränderungen werden wir etwas ganz Besonderes erleben. Sei dabei!