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Tom Zeizels Blog: Wie aus ich wir wurde – die Geschichte eines Fotos

Tom Zeizels Blog: Wie aus ich wir wurde – die Geschichte eines Fotos

Wie heißt es so schön: Bilder sprechen mehr als 1000 Worte. Aber nicht allen Bildern kann man die Geschichten ansehen, die hinter ihnen stehen. Ein schönes Beispiel ist das Foto, das 2018 im Internet ziemlich viral abging. Es zeigt IBM Chefin Ginni Rometty und neben ihr jemanden, der ein gelbes Schild trägt, auf dem die Worte „I AM“ stehen. Er hält es mit beiden Händen fest und hat einen Blick, der einen gewissen Stolz erkennen lässt. Bei näherer Betrachtung merkt man, dass Frau Rometty einen Kaffeebecher in der Hand hält, ähnlich wie ein weiterer Herr, mit dem sie sich offensichtlich unterhält.

Was ist nun die Geschichte dahinter?

IBM Champions, also Personen, die sich besonders für die IBM Plattformen engagieren, haben einige besondere Rechte. Nicht nur, dass sie besonders frühzeitig über geplante Neuerungen bei den Produkten informiert werden, sondern beispielsweise auch, dass sie bei IBM Events eine privilegierte Platzwahl haben. So dürfen die Champions bei den Keynotes von IBM Chefin Rometty auf den jährlichen, großen THINK Konferenzen in den ersten Reihen sitzen. Das ist wirklich etwas Besonderes, wenn daneben weitere 25.000 Personen dem Vortrag zuhören.

IBM Champions sind kreative Personen. Und so kam 2018, damals in Las Vegas, der Stadt der Spieler, die Idee zu diesem Foto auf. DNUG Vorstand und Champion Jörg Rafflenbeul hatte seine Kamera dabei und David Hablewitz (USA) machte mit. Beide hatten weitere 4 Champions angesprochen, aber die trauten sich nicht. KLICK und das Bild war im Kasten. Frau Rometty hat davon zunächst nichts bemerkt.

Dann ging das Bild um die Welt. Zunächst zögerlich. Insbesondere auf IBM-Seite galt es als quasi illegal. Aber es entfachte trotzdem eine virale Wirkung und löste eine richtige Foto-Kampagne aus. Nur was sollte das eigentlich mit dem gelben „I AM“ Schild? Es war eine Reminiszenz zur Werbekampagne zu Lotus Notes Version 5 in Jahr 2000 und sollte erneut die Liebe zur Domino Plattform ausdrücken.

Das Foto fand viele Nachahmer (Link) und setzte auch eine Bewegung zu gelben T-Shirts – und sogar gelben Anzügen (es gibt jetzt sogar einen bei S-Oliver) – in Gang. Nur Ginni Rometty verweilte diesbezüglich weiter im Tal der Ahnungslosen, da sich niemand getraut hatte ihr das Bild zuzuspielen.

Doch zur THINK 2019 schickte David Hablewitz der IBM Chefin eine Anfrage, ob man auf der THINK nicht mal ein offizielles Foto machen könne – und sie willigte sofort ein. Wieder das gleiche Team, also Jörg Rafflenbeul mit seiner Kamera und David Hablewitz. Und wieder nach der Keynote. Ein kleines Problem war an den Security-Leuten vorbei in den Backstage Bereich des Moscone Centers in San Francisco zu kommen – da dürfen die Champions normal auch nicht hin. Aber ein Ausdruck der Einladung von Frau Rometty war dann der Schlüssel. Und schon stand sie vor ihnen. Man sprach ein bisschen über das Original und was es ausgelöst hatte und KLICK war das neue Foto im Kasten. Leider gab es in dem Backstagebereich ein farbiges Neonlicht, das das Foto nicht so gut aussehen lässt, wie das Original. Spannend ist aber, dass David Hablewitz doch wieder mitgedacht hatte: Wenn er nun offiziell zusammen mit Ginni Rometty, dann sind ja offiziell zwei Personen auf dem Bild. Also nicht „I AM“, sondern „WE ARE“ und auch noch #dominoforever. Wunderbar!

Jetzt hat er gefallen dran gefunden. Er will nicht aufhören. Wenn HCL demnächst die Collaboration-Lösungen übernommen haben sollte, dann sind die HCL Senior Manager dran …

Ein schönes Wochenende bei perfektem Foto-Wetter wünscht

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

Tom Zeizels Blog – Think 2019: So viel Neues zu Collaboration Lösungen …

Tom Zeizels Blog – THINK 2019: So viel Neues zu Collaboration Lösungen …

Auf der in der vorletzten Woche gelaufenen IBM THINK 2019 gab es zur Überraschung Vieler auch im Bereich Collaboration Services unerwartet viele Neuigkeiten – und das trotz der BAU („Business as usual“) Situation*, die IBM und HCL im Moment eine gewisse Zurückhaltung auferlegt.

Was im Einzelnen präsentiert wurde haben wir hier auf der DNUG Webseite schon publiziert (1)(2). Es hat aber auch zahlreiche Kommentatoren bewogen ihre Sichtweisen und Meinungen kundzutun. Auf einige davon möchte ich hier hinweisen. Dabei möchte ich aber betonen, dass ich keine Garantien für deren Aussagen übernehme und auch nicht sagen möchte, dass ich alles für sachlich richtig erachte. Trotzdem sind es interessante Darstellungen.

Zuerst zu erwähnen ist die neue Folge des jetzt schon fast traditionellen und immer etwas unkonventionellen Gesprächsvideos vom jeweils letzten oder vorletzten Tag. Das Gespräch haben auch 2019 wieder Peter Schütt und Jens-Uwe Fimmen geführt. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die deren persönlichen Eindruck widerspiegelt, aber auch einen pointierten Überblick als Einstieg gibt.  

Wer mehr Details möchte, dem sei der Blogbeitrag von unserem australischen Kollegen Mat Newman empfohlen. Er hatte auf seinem 18-stündigen Rückflug genügend Zeit so ziemlich alle Details aufzuschreiben. Entsprechend lang ist sein Blogbeitrag.

Die hierin erwähnte Demo, vorgeführt von Luis Guirigay, ist als Aufzeichnung jetzt hier zu finden. Nach einer Einführung zum ApplicationInsight Tool von Panagenda – die perfekte Lösung zum Verstehen einer Domino-Umgebung – zeigte er live die Integration einer Domino Anwendung in 7 (!) verschiedene Tools von unterschiedlichen Herstellern, darunter Slack und Microsoft Office 365 – aufgesetzt in gerade einmal 2 Minuten! Im dritten Teil wurde es dann spaßiger: Er führte live vor, wie man Alexa’s Sprachservice mit Domino verbinden kann und darüber sogar Domino Admin Aufgaben ausführen lassen kann. „Alexa, fahre jetzt sofort alle Server runtern! ….“

Aufschlussreich war auch die Session von Domino Produktmanager Andrew Manby, der noch einmal vor Augen führte, wie der Neustart mit Domino V10 gelungen ist und auch Neukunden anspricht.

Sehenswert war ebenfalls die Session von Danieille Baptiste, der Produktmanagerin von IBM Connections. Sie stellte die Neuerungen in Connections 6 CR4 vor, ging dann auf die Planungen zu CR5 (Q2 2019) ein und kündigte danach an, dass IBM zur Ergründung der Kundenwünsche zu zukünftigen Versionen von Connections – nach den guten Erfahrungen auf der Domino-Seite – nun auch eine weltweite Serie von Jams zu Connections.next durchführen möchte. Er wird für DACH am 1.4. – kein Scherz – in Frankfurt stattfinden. Hierzu kann man sich jetzt schon anmelden.

Abschließend möchte ich noch einen Blog-Beitrag von Peter Presnell, dem CEO von Red Pill NOW, nicht unerwähnt lassen. Er beschreibt zunächst die Historie von Lotus und den IBM Collaboration Solutions, wie unser Bereich heute heißt, mit allen Umwegen, die er in der Vergangenheit zu erkennen meint. Das ist sachlich an einigen Stellen nicht ganz korrekt oder zu verkürzt dargestellt, aber seine Abschlussthese „I definitely see huge opportunities if a way can be found to bring together the parts from the original Lotus“ trifft sich in bemerkenswerter Weise mit dem, was Richard Jefts, der für die Collaboration-Themen bei HCL verantwortliche General Manager, ebenfalls als große Chance für HCL und die Collaboration Plattform beschrieb. Richard Jefts betonte in seiner Visionsvorstellung, dass wenn der Deal abgesegnet werden würde, alle Produkte von dann ab in einer einzigen Entwicklungsabteilung zusammenlaufen würden. Damit wäre es viel einfacher Synergien zwischen den Tools umzusetzen, mehr Integration und Transparent zu schaffen und letztlich Vieles zu vereinfachen. Das würde das Marktpotenzial deutlich erhöhen, wie es in dem Blogbeitrag ja auch gesehen wird.

Was kann man tun, wenn man mehr wissen möchte?

Man kann jetzt auch die Chance nutzen entweder an einem der zahlreich angebotenen Partner- bzw. IBM-Nachlese-Events oder einem auch deutschsprachigen Webcast teilzunehmen. Die Events finden in den nächsten Wochen quer verteilt über ganz D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) statt. Parallel dazu bieten zahlreiche Partner auch individuelle Nachleseveranstaltungen online als Webcast an.

Besonders wichtig hervorzuheben scheint mir ein weiterer Schritt in die Zukunft der Domino Plattform zu sein: Beim Webcast der Domino Tech School am 14.3. um 15 Uhr  ist geplant den ganz neuen „lightweight Client“ (er hat noch keinen finalen Namen) erstmals live zu zeigen – auf der THINK war er noch nicht zu sehen. Er kombiniert Domino Anwendungen und E-Mail in einer modernen Browserumgebung – wie es unsere Kunden in den Domino Jams gefordert haben – und kann somit einen Notes-Client in vielen Situationen voll ständig ersetzen. Keine Angst, auch der Notes Client wird weiterentwickelt, aber hier kommt eine moderne, ziemlich vollständige Alternative. Was heißt in diesem Zusammenhang „ziemlich“? Ein paar Dinge werden dort nicht mehr unterstützt werden. Das sind Dinge, die nur wenige Kunden betreffen, etwa, dass  es hierin keine Unterstützung für das Eclipse-Framework geben wird. Aber dafür gibt es ja weiterhin den Notes Client.

Ja, was soll ich sagen: Es war spannend, es ist spannend und es bleibt spannend. Auf jeden Fall bieten IBM und HCL bemerkenswerte Lösungen, die im Geschäftsalltag einen Unterschied machen. Und das wird ganz offensichtlich auch so bleiben.

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

* HCL hatte ja im vergangenen Dezember angekündigt die IBM Collaboration Solutions mit allen ihren Lösungen kaufen zu wollen. Ein solcher Kauf zwischen zwei börsennotierten Unternehmen bedarf aber der Zustimmung u.a. der Börsenaufsicht. Ein solcher Vorgang dauert typisch etwa ein halbes Jahr. Solange gilt für alle Beteiligten der BAU-Zustand.
Bei den Produkten der Domino Familie gibt es schon seit 2017 eine Entwicklungspartnerschaft zwischen beiden Unternehmen. Damit sind die Restriktionen hier deutlich geringer als z.B. bei Connections, das im Moment ein reines IBM-Produkt ist.

Tom Zeizels Blog: „Wir sind die Guten!“

Tom Zeizels Blog: „Wir sind die Guten!“

Kaufentscheidungen finden am Markt statt. Der Markt ist aber nichts objektives. Hier spielen Informationen, aber auch Fake News rein. Bauchgefühle treffen auf Meinungen. Letztlich ist eine Kaufentscheidung eine Frage des Vertrauens, oft mehr noch als die des Preises. Eine kleine Betrachtung: 

Der Markt ist einer der ältesten Erfindungen der Menschheit. Es ist realer oder virtueller Ort, an dem Dinge gehandelt werden, wie heute z.B. auch Software. Software verkauft man heute nicht mehr in Schachteln, sondern immer häufiger nur noch als etwas, das man sich aus dem Internet runterladen kann. In dem Sinne ist dieser Markt physisch eigentlich nicht mehr greifbar, wie ein klassischer Markt in einer Markthalle. Vielmehr ist dieser Markt im Sinne von Niklas Luhmann ein Austarieren von möglichen Investitionsentscheidungen mit letztlich aber doch realen Investitionen. Diese können bei Unternehmenssoftware mit entsprechenden Laufzeiten auch durchaus im Bereich von Millionen von Euros liegen.

Dementsprechend geht es auch auf diesem Markt oft mit harten Bandagen und nicht immer mit rechten Dingen zu. Ich habe in meinem Berufsleben hier schon Dinge erlebt, die hält man eigentlich für unmöglich, außer vielleicht im Krimi im Fernsehen. Aber die Realität kann – leider – mithalten. So werden Mitarbeiter abgeworben. Nicht weil man an den Mitarbeiter wirklich interessiert ist, sondern nur um dem Anbieter durch einen Skillverlust in seiner Mannschaft zu schaden. Oder man gewinnt den Eindruck, dass sozusagen „Spione“ bei Projekten eingeschleust sind, die versuchen größere Abschlüsse zu torpedieren. Oder man erfährt von Dritten, dass mit angeblichen Originalfolien aus Vertragsverhandlungen Kunden geködert werden sollen, nur dass die Zahlen darin offenbar nicht der Realität entsprechen, usw. 

Spannende Zeiten also. Pech ist, wenn der Kunde solchen Manipulationen auf den Leim geht und Kaufentscheidungen auf der Basis von letztlich Fake News fällt. Mir sagen Kunden immer wieder: „Das würden wir merken.“ Tun sie auch, aber oft eben erst, wenn es bereits zu spät ist. Mag sein, dass das alles nicht jeden Tag passiert, aber es passiert. 

Das Thema Ethik scheint in einer Art Zielkonflikt mit dem Markt an sich zu stehen. Ich bin überhaupt auf die Idee gekommen diesen Blogbeitrag zu schreiben, weil wir bei der IBM einmal im Jahr die aktualisierten Geschäftsgrundsätze durcharbeiten und deren Kenntnisname bestätigen müssen. Da ist sehr viel die Rede von ethischem Verhalten. Das ist immer wieder ein sehr sinnvoller Moment sich nochmals Gedanken zu machen, ob man im täglichen Geschäft auch alles richtig macht. Nicht nur, weil es hier juristisch gesehen um „Compliance“ geht und potenziell große Strafen winken, sondern auch vor einem selbst, möchte man sich doch morgens im Spiegel ohne schlechtes Gewissen betrachten können. Ich denke, dass Menschen von Menschen kaufen, selbst in virtuellen Märkten, denn Kaufen ist in erster Linie ein Vertrauensthema. Ich kann nur verkaufen, wenn ich mich auch im Spiegel betrachten kann.

Das heißt nicht, dass ich im Interesse der Kunden beliebig weit in die Zukunft sehen kann und alles was ich zu einem Zeitpunkt sage, zu einhundert Prozent immer auch so kommt. Unsere Kunden können aber sicher sein, dass wir sie nach besten Gewissen informieren und damit alles daran setzen, integer, solide und wahrheitsgetreu zu agieren. Manche Partner oder auch Mitarbeiter von Kunden sagen uns, wir wären nicht aggressiv genug. Das ist vielleicht der Preis, den wir dafür zahlen müssen, aber im Sinne unserer Firmenethik geht es nicht anders. Und das ist auch sehr gut so!

So ist es für mich schwer nachvollziehbar, wenn im Markt behauptet wird, dass man mit der jeweiligen Alternative eine Domino Serverlandschaft massiv konsolidieren könne und damit viel Geld sparen würde. In Fällen, in denen man daraufhin eine Kaufentscheidung getroffen wurdet, sehe ich immer wieder, dass dann während des Projekts massiv Server nachbestellt werden mussten. Letztlich endet das dann häufig bei der 1,5-3-fachen Serverzahl. Ähnlich verhält es sich auch mit den Plattformkosten. Der eine oder andere Projektverantwortlichen fand das dann nicht so witzig, wie man sich vorstellen kann.

Gern wird auch mit massiver Verunsicherung gearbeitet. Da werden Folien mit „angepassten“ Daten gezeigt, nach denen – verlängert man die Linie auf 2019 – der Marktanteil von Domino weit unter Null sein müsste. Das ist natürlich überhaupt nicht der Fall. Und immer wieder wird die Story konstruiert, dass Domino ja sowieso in Kürze eingestellt wird. Auch diese vom Markt geschürte Mär hält sich schon 10-15 Jahre, wie übrigens beim Mainframe auch. Beiden geht es gut.

Nun höre ich wahrscheinlich die Argumente: Aber IBM hat doch jetzt das Collaboration Portfolio verkauft und damit hat der Markt ja doch recht. Ich sehe das allerdings nicht so. Und das meine ich so wie ich es sage´.

IBM hat die Zukunft von Domino sehr bedacht und langfristig geplant und mit HCL einen Partner ausgewählt, der mit seiner Tochter HCL America Inc in diesem Jahr die Produktfamilie, vorbehaltlich der Zustimmung der entsprechenden Regulatoren, übernehmen wird, wie auch andere IBM Softwareprodukte. HCL hat als Entwicklungspartner weite Teile des ehemaligen IBM Collaboration Solutions Entwicklungsteams übernommen und zusätzlich schon mehrere Hundert Entwickler eingestellt – alles in den USA, in der Nähe von Boston, wo die Domino-Entwicklung schon immer saß. 

Das ist konsequent, da sich IBM als Konzern mehr auf hybride Cloudlösungen u.a. konzentrieren will, HCL aber die Weiterentwicklung auch der on premises-Variante vorantreiben wird. HCL hat sich natürlich die Marktposition und die weiteren Chancen der Plattform sehr genau angesehen und erst dann beschlossen, hier kräftig zu investieren und IBM die Domino-Plattform und Connections abzukaufen – Cloud und on prem. Mit der pünktlich gelieferten Domino V10 mit sehr vielen neuen Inhalten hat HCL auf jeden Fall schon mal bewiesen, dass sie es können! Und Domino V11 wird noch in diesem Jahr kommen. Es liegt auch wieder mehr Fokus auf der Anwendungsentwicklungsseite, mit der Domino ursprünglich groß geworden ist. Das sind sehr positive Nachrichten. Das Hashtag #dominoforever ist schon mit Bedacht gewählt worden.

Unsere Marktbegleiter kochen aus meiner Sicht auch nur mit Wasser. Das sieht man nicht nur, man muss dazu nur die jüngsten Pressemitteilungen in dieser Woche aufmerksam verfolgt haben. Und was manchmal als eine Lösung verkauft wird, entpuppt sich im realen Einsatz schnell als ein Flickenteppich mit überlappenden und auch fehlenden Funktionen. Das ist im Prinzip kein Problem, wenn es denn offen wäre und man als Unternehmen bei Standardfunktionen auch eine Chance hätte wieder rauszukommen – oder zumindest ein Zwei-Hersteller-Modell fahren könnte, sodass man nicht in eine völlige Abhängigkeit gerät, die dann spätestens bei den Renewals spannend werden kann, geschweige denn, wenn man mit seinen Daten aus der einen Cloud in eine andere Wechseln will. Übrigens ist auch hier wieder mal IBM Vorreiter, denn wir bieten offene Cloud-Lösungen an und können auch Clouds unterschiedlicher Anbieter gemeinsam managen.  

Abschließend habe ich den Eindruck – und der kommt von Feedback von Kunden – das die IBM/HCL-Lösung im Sinne einer Ganzkostenbetrachtung sowieso die deutlich günstigere Lösung ist. Leider stellt man das dann oft erst „after the Facts“ fest und damit zu spät.

Ich bin mir sicher – und sage es auch manchmal öffentlich – „Wir sind die Guten.“ Und ich bin der festen Überzeugung, dass es sich am Ende am Markt auch auszahlen wird.

In diesem Sinne – ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

  

 

 

Tom Zeizels Blog: Learning by Learning – die Domino Tech School

Tom Zeizels Blog: Learning by Learning – die Domino Tech School

Mit Domino V10 ist die Domino Plattform wieder in den Fokus von jungen Programmierern gerückt, weil sie heute modernste Software-Entwicklungsmethoden mit unternehmensgerechter Stabilität und Funktionalität in einzigartiger Weise verbindet und damit offen für den Einsatz in beliebigen Plattformkonstellationen ist. Domino V10 ist die neutrale Anwendungsumgebung in nativer Domino-Landschaft, aber ebenso im Office 365- ,  Salesforce-, SAP-, usw. Umfeld. Es lohnt sich also sich mit den neuen Möglichkeiten von Domino 10 zu befassen – egal ob man alter Domino Experte oder junger Informatikstudent ist – es hat sich viel getan. Um das zu unterstützen, haben wir die Domino Tech School erfunden – eine online Lernmöglichkeit, über die man sich besonders schnell einarbeiten kann. Denn ein bisschen Basiswissen kann nie schaden – oder?

Lohnt es sich in Wissen zu investieren?

„Wissen ist Macht! Nichts wissen macht auch nichts …“, stand kürzlich mal auf einem Bierdeckel. Der erste Satz bezieht sich bekanntlich auf den englischen Philosophen Sir Francis Bacon (1561–1626), der den Satz  später noch weiter ausgeführt hat: „Wissen und Macht des Menschen fallen zusammen, weil Unkenntnis der Ursache [auch] über deren Wirkung täuscht“ (- laut Wikipedia). Der zweite Satz dagegen ist wohl nur einfach ein lustiger Sponti-Reim, denn ernst gemeint kann er nicht wirklich sein, wie Bacon ja bereits klarstellte.

Ob jetzt aus mehr Wissen automatisch mehr Macht entsteht, kann man diskutieren. Ein Fehler ist mehr Wissen, oder mehr wissen zu wollen, sicher nie. Womit sich die Frage stellt, wie man zu mehr Wissen kommt. Die einfachste Antwort wäre: „So nebenbei“. Anders formuliert sagt man: Learning by doing oder auch Training on the Job. Ansätze, die perfekt sind Wissen abzurunden und zu vertiefen, aber nicht in allen Situationen optimal funktionieren. Wenn es etwa um neue technische Funktionen geht, wie bei Domino V10, dann kommt man nicht darum herum sich eben doch mal etwas Zeit zu nehmen, um sich das Einstiegswissen erklären zu lassen. Das muss zum Glück nicht mehr aufwendig im Klassenraum sein, flexibel online als Webinar geht auch – und sogar besser. Live dabei kann man im Chat fragen und wenn man den Replay irgendwann nutzt, hilft einem die Community. Und für den extremen Deep-Dive gibt es ja unsere DNUG User Group Fachgruppen, in denen Experten auch jederzeit gern weiterhelfen.

Die neue Domino Tech School

Das ist das Konzept der Domino Tech School, deren erste Folge diese Woche lief. Weitere Webinare, die jeweils 60 Minuten dauern, kommen jeweils im Abstand von zwei Wochen und richten sich hauptsächlich an Entwickler und Administratoren. Sie werden von IBM und HCL Experten, aber auch IBM Champions oder Partnern und auch Kunden gehalten werden. Zu allen Webinaren gibt es ein Replay, das man dann nach Bedarf jederzeit und auch immer wieder aufrufen kann (Registrierung erforderlich). Die Themen richten sich nach Bedarf und Feedback von Ihnen.

Angefangen haben wir in der letzten Woche mit einem sehr heißen Thema für Entwickler, der Übersicht über die neue Domino Query Language (DQL). Warum ist das Thema heiß? Weil Suchen damit enorm viel schneller geworden ist. DQL nutzt node.js und neue Datenbankklassen in LotusScript und Java und verwendet View-Indizes, worüber ein extrem schnelles NSF-Scannen auch sehr großer Datenbanken ermöglicht wird. DQL ist im Dezember mit dem neuen IBM Domino V10 Appdev Pack veröffentlicht worden und kann auch in bestehende Anwendungen integriert werden. Deshalb wurden in dem Webinar …

  • Die DQL-Syntax in all ihren Facetten erläutert
  • Das (Notes)DominoQuery-Objekt in Aktion in Lotusscript und Java gezeigt
  • Setup- und Optimierungs-Themen besprochen
  • Und einige der noch kommenden, zukünftigen Funktionen behandeln, an denen HCL arbeitet.

Es lohnt sich also diesen speziellen Replay anzusehen und DQL ab sofort auch zu nutzen!

Wie das Tech School Programm weiter geht

Die Domino Tech School geht weiter: am 7. Februar mit einem Thema, das insbesondere Admins interessieren dürfte und das von Christoph Adler vom Partner Panagenda vorgestellt werden wird: „Wie funktioniert der Upgrade auf Notes Domino V10?“ und am 21. Februar ist wieder Zeit für die Entwickler-Community, denn dann gibt es einen „Crash Kurs“ für die LotusScript Entwickler zu den neuen APIs. Und natürlich freuen sich die auf der THINK 2019 (12.-15.2. in San Francisco) anwesenden, zahlreichen Experten auch auf alle Fachgespräche und Fragen im persönlichen Austausch im ICS Lab – online ist eben doch nicht alles.

Und ohne zu viel verraten zu wollen, ist die kommenden Woche so etwas wie eine Weihnachtswoche für alle Notes Domino Kunden. Ich freue mich schon drauf und natürlich dann auch auf ihr Feedback. Und viel Spaß mit den Webinaren der Domino Tech School!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration D-A-CH

 

Tom Zeizels Blog: IBM Collaboration Solutions – der Jahresrückblick

Tom Zeizels Blog: IBM Collaboration Solutions – der Jahresrückblick

Ich mag es kaum glauben, aber schon ist es wieder Weihnachten. Das Jahr 2018 ist so dahingerauscht in einem nahezu schwindelerregenden Tempo. Für uns ist es noch nicht zu Ende – wir erwarten noch einige Abschlüsse und sind da selbstverständlich für Sie – unsere Kunden – sprichwörtlich bis zur letzten Minute da. Es ist ja auch das berühmte „Q4“, das wichtigste Quartal ever ;-)).

Es gab eine ganze Reihe von Höhepunkten. Da ist sicher die THINK 2018 im März in Las Vegas zu erwähnen – nur ganz nebenbei: Haben Sie sich schon zur THINK 2019 in San Francisco angemeldet? Wir helfen auch gern bei der Hotelsuche – und dann natürlich die äußerst gelungene 45. DNUG Konferenz im Juni in Darmstadt. Die 46. DNUG wird übrigens am 4. & 5. Juni in Essen stattfinden. Was mich dazu wirklich freut ist, dass es dem DNUG Vorstand so hervorragend gelungen ist, die DNUG wieder zu einem „da muss man dabei sein!“-Event zu machen. Die deutlich wachsenden Teilnehmerzahlen und das starke Interesse an den Fachgruppentreffen und Web-Konferenzen sprechen Bände. Echt super!

Ich dachte „noch mehr ‚Top‘ geht eigentlich gar nicht“, aber es ging dann doch: IBM und HCL hatten 2017 versprochen in 2018 die Domino V10 Version herauszubringen. Eigentlich sollte es in Frankfurt am 10.10. um 10:10 Uhr sein – nur war da leider schon die Buchmesse. Also mussten wir auf den 9. Oktober ausweichen. Das war letztlich kein Problem und die Kombination mit der deutschen Ausgabe der THINK in einem Gebäude hat auch hervorragend funktioniert. Nicht zu vergessen wäre da auch noch die „Bleeding Yellow“-Rooftop-Party der DNUG am Abend zuvor. Was dort mit bester Stimmung begann, setzte sich am nächsten Tag bei über-„Full House“ auf dem Ankündigungsevent fort. Selbst Stunden nach dem offiziellen Ende waren immer noch zahlreiche Kunden an den Demoständen der Business Partner (auch an die natürlich ein großes Dankeschön insgesamt!)  – und das hat definitiv nicht an dem Freibier gelegen, das es zum Ende gab, sondern an der neuen Version V10. IBM und HCL haben geliefert und was drin ist hat begeistert. 

Und dann gab es im Dezember noch eine Überraschung: HCL und IBM kündigten gemeinsam an, dass HCL u.a. die Collaboration Produkte der IBM übernehmen möchte. Was im ersten Moment für manchen irritierend gewirkt haben mag, stößt dann aber doch auf überwiegend positive Resonanz. Für unsere Kunden und Partner ändert sich zunächst einmal nichts, da die Kartellbehörden so etwas genehmigen müssen und dazu etwa ein halbes Jahr benötigen. Wir bei IBM bleiben also zunächst wie gewohnt ihre Ansprechpartner und HCL ist sowohl Wettbewerber als auch Entwicklungspartner für die Domino-Produkte. Wie es auch immer kommen wird, werden IBM, HCL und unsere Partner natürlich dafür sorgen, dass bestehende Verträge erfüllt werden. Insofern spricht auch nichts dagegen jetzt noch langfristige Verträge abzuschließen, zumal es für Domino V10 gerade – bis Jahresende – besonders attraktive Konditionen gibt. 

2019 steht schon am Horizont. Es wird auf jeden Fall spannend: Im Februar die THINK in den USA, im ersten Halbjahr Connections 6 CR4 und CR5, im Juni dann die DNUG-Konferenz in Essen, um den Zeitpunkt herum vielleicht der Übergang zu HCL, im zweiten Halbjahr Domino 11, auch mit einer neuen Sametime-Version, und im Herbst „25 Jahre DNUG“ mit einem Special Event, auf das ich mich schon sehr freue!

Doch zunächst Ihnen allen ein frohes Fest, einen guten Rutsch und Alles Gute für 2019. Man sieht sich, wir, mein Team und ich, freuen uns auf Sie!

Ihr Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

PS.: Hiermit ist auch erst einmal Pause mit meinem Blog bis ins neue Jahr.

Tom Zeizels Blog: HCL will IBM Collaboration Solutions übernehmen – und nun?

Tom Zeizels Blog: HCL will IBM Collaboration Solutions übernehmen – und nun?

IBM und HCL International haben am 6. Dezember angekündigt, dass HCL eine bindende Vereinbarung zur Übernahme einer Reihe von IBM Produkten, u.a. des IBM-Portfolios für Collaboration Solutions, unterzeichnet hat. HCL International ist ein vor 40 Jahren in Indien gegründetes Unternehmen mit 127.000 Mitarbeitern und $7,8 Milliarden Umsatz (2017), das sich bisher auf Softwareentwicklung und IT-Outsourcing konzentriert hat, jetzt aber eine neue Wachstumsstrategie beschlossen hat, unter deren Licht diese Ankündigung steht. Viele Kunden und Partner würden jetzt gern genau wissen, wie das Ganze abläuft und auch wie sich die Roadmaps der Produkte der Domino Familie und Connections konkret entwickeln werden. Leider gibt es da eine bedeutende, juristische Hürde, die hier enge Grenzen setzt.

Eine solche Akquise zwischen zwei Unternehmen muss grundsätzlich kartellrechtlich überprüft werden und folgt strengen rechtlichen Vorgaben. In der Phase der Prüfung, die üblicherweise etwa 6 Monate dauert, muss das Geschäft genauso weitergehen, wie vor der Ankündigung. Waren die Unternehmen Wettbewerber, bleibt das auch in der Zeit der Überprüfung so. Der Austausch zwischen den beiden Unternehmen bleibt beim Zustand vor der Ankündigung eingefroren. Beide haben peinlich darauf zu achten, dass auf gar keinen Fall irgendwelches Insiderwissen nach Außen gerät, damit die Aktienkurse beider Unternehmen nicht manipuliert werden können. Das wäre strafbar! Da es auch sein kann, dass die Kartellbehörden einen Kauf ablehnen und er deshalb nicht zustande kommt, müssen beide Firmen auch im Sinne des Schutzes ihres intellektuellen Kapitals darauf achten, dass es hier nicht vor Abschluss zu einem Austausch kommt. Das könnte ja die Wettbewerbssituation völlig verzerren, wenn es doch nicht zum Abschluss käme. 

So nachvollziehbar diese rechtlichen Rahmenbedingungen sind, so sehr würde man doch gern wissen, was danach passiert. Das trifft Kunden, Partner und bisherige Mitarbeiter gleichermaßen. Wie immer gibt es im Internet dazu die unterschiedlichsten Betrachtungen und Abschätzungen, denen ich mich hier aus besagten Gründen aber nicht anschließen möchte – nur eine besonders lesenswerte vielleicht herausheben, nämlich die von Nigel Cheshire, der eine Parallele zur Übernahme von Jaguar und Land Rover durch Tata Motors zieht. Stattdessen möchte ich einfach mal im Stil von Frage & Antwort zusammenfassen, was es in der Regel von Executives von IBM und HCL hierzu an offiziellen Aussagen gibt – deshalb jeweils mit Quellenangabe. Da selbst das schon eine juristische Gratwanderung ist, verzichte ich dabei auf eine Übersetzung, um jegliche Fehlinterpretation auszuschließen.

Frage: Welche Strategie steht bei HCL hinter dieser angekündigten Akquise?

Antwort:

“The large-scale deployments of these products provide us with a great opportunity to reach and serve thousands of global enterprises across a wide range of industries and markets. I am confident that these products will see good growth trajectory backed by our commitment to invest in product innovation coupled with our strong client focus and agile product development. In addition, we see tremendous potential for creating compelling ‘as-a-service’ offerings by combining these products with our Mode-1 and Mode-2 services” hat C Vijayakumar, President & CEO, HCL Technologies in einer Pressemeldung bekundet (https://www.hcltech.com/press-releases/products-and-platforms/hcltechnologies-acquire-select-ibm-software-products-18b)

Frage: Was wird mit den eingekauften Produkten, auch den Collaboration Produkten passieren?

Antworten: 

Hierzu ergänzt Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies, während der Investorenpräsentation am 7. Dezember 2018: „As you look at each of the individual products, they’re in an attractive multibillion-dollar markets, growing if not single-digit than double-digit growth rates. And the positioning of these products overall in terms of the customer base they had, the analysts’ recognition that they have, they’re all very well-positioned in the leadership quadrant.“ … „Collaboration, which consists of 2 product families, Notes & Domino and Connections, which are in many respects large iconic products with very, very large global install basis, that have been recognized by analysts.“ …

„Having a core engineering and product DNA is something we’re very proud of as a company. …

„On taking those and applying a series of innovation steps, that ultimately enhance both the short-term and long-term potential of these products. Some of it are things that you would expect any good product organization to do, delighting customers, having product managers who are engaging and listening to power users, participating in user groups and engaging in transparent development, joint innovation with customers, again, this is something that we feel very close to the HCL DNA, its co-creation and co-invention with our leading customers.“ …

„Ultimately, it’s about innovation. And this is something that I think you can mark by a major new releases of the products. It is bringing in innovative new technologies like machine learning and analytics“. 

Frage: Was wird mit den bisherigen Mitarbeitern bei IBM Collaboration Solutions passieren, bzw. aus Kundensicht: Werden meine bisherigen Ansprechpartner meine Ansprechpartner bleiben?  

Antworten:

„The start point of that is there is a certain number of people who will transition from IBM, who have been doing this specialized work and we will continue to augment that with a lot of support infrastructure“ so C Vijayakumar, President & CEO, HCL Technologies auf der HCL  Investorenpräsentaion am 7. Dezember 2018.

Detailiert wurde das auf der selben Veranstaltung nochmals von Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies: „There will be a fairly significant people transfer from IBM as part of the steel and that will be both from the cell site as well as on the engineering side.“ „There is a salesforce that upon closing will come and join HCL. A fairly significant sales team. It’s a global sales team, spread across multiple different countries and geographies all over the world. So as a substantial sales force, the sales force that will be coming over is the sales force that had dedicated focus on these products.“ 

Frage: Was ändert sich für IBM Business Partnern?

Antwort:

Darren Oberst, Corporate VP of Product & Platforms, HCL Technologies, beantwortete diese Frage in einem Interview mit CRN: “Going forward, HCL Technologies and IBM will continue their long-term relationship where the two sell each other’s technology.”  

 „The deal, once it closes, is not expected to have a big change in how IBM Business Partners work with the software as it becomes part of HCL Technologies.” 

“There will be no change in these arrangements until formal deal closure, which is expected to happen mid-2019. Post deal-closure, HCL will work with IBM Business Partners to sign them up as HCL Business Partners. Working with Business Partners has always been a core part of HCL’s business philosophy.”

Frage: Wie geht es mit den Produkten der Domino Familie weiter?

Antwort:

Zu den Produkten der Domino Familie besteht bereits seit Oktober 2017 eine Entwicklungspartnerschaft zwischen IBM und HCL. Hier ist Zusammenarbeit also „Business as usual“, wodurch die momentanen rechtlichen Einschränkungen in der gemeinsamen Zusammenarbeit und Kommunikation nicht ganz so tiefgreifend wie in anderen Bereichen sind. 

HCL hatte in dem Zusammenhang einen sehr großen Teil der IBM Domino Entwickler übernommen. Dazu gehört auch Richard Jefts, der die Entwicklung dieser Produkte bereits bei IBM verantwortet hatte und dieses nun bei HCL tut. Er berichtet an die hier mehrfach zitierten Darren Oberst. Man ist in ein für die Entwickler nahegelgenes Gebäude in Chelmsford – das liegt 40 km außerhalb von Boston, USA – umgezogen. Dort konzentriert sich heute die Entwicklung der Domino Produkte. HCL investiert stark und weitere Entwickler werden dort nahezu fortlaufend eingestellt – wofür gerade ein neues Gebäude erstellt wird. Kontinuität und Wachstum werden bei HCL also großgeschrieben.

Im Oktober 2017 hatten beide gemeinsam eine neue Version der Domino Produktfamilie für 2018 angekündigt und mit Domino V10 pünktlich im Oktober 2018 geliefert. Das Feedback zu zahlreichen neuen Funktionen und Neuausrichtungen war fast durchgehend positiv. Seit mehreren Monaten laufen jetzt bereits die Arbeiten an der für 2019 geplanten Version 11. Die weltweiten Kundenbefragungen nach den Wünschen für diese Version in Form von Jams laufen bereits und sind in D-A-CH in den letzten Tagen gerade sehr erfolgreich abgeschlossen. Hier waren IBM und HCL als Partner bereits immer gemeinsam aufgetreten.

Soweit ein erster Überblick. Für Fragen im Rahmen der rechtlichen Rahmenbedingungen stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gern zur Verfügung.

Ihr 

Tom Zeizel

Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Jetzt über Notes Domino V11 mitbestimmen! #dominoforever

Jetzt über Notes Domino V11 mitbestimmen! #dominoforever

Im nächsten Jahr, also 2019, werden IBM und HCL das nächste Release der Domino Familien-Produkte rausbringen, also Domino V11 mit dem Server und der Anwendungsumgebung, den Notes und Verse Clients, Sametime, usw. Wer mitbestimmen möchte, was dort auf jeden Fall drin sein soll, sollte am kommenden Dienstag, dem 11.12.18 in Frankfurt oder Mittwoch, 12.12.18 in Wien aktiv beim neuen Jam zu Domino V11 mitmachen!

Ein Jam ist ein strukturiertes Workshop-Format, das auf IBM Design Thinking aufsetzt und letztlich ermöglicht ganzheitliche Sichtweisen auf Benutzeranforderungen einzusammeln. Das ist das Ziel dieser beiden Workshops, die jeweils von 10 Uhr bis 15 Uhr laufen.

Vor einem Jahr haben wir weltweit zahlreiche Jams zur mittlerweile verfügbaren V10 gemacht. Das Entwicklungsteam hat sich die Ergebnisse sehr zu Herzen genommen und Domino als absolut moderne Anwendungsumgebung auf JavaScript-Basis auf dem Server (nicht auf den Clients) mit node.js Unterstützung, usw. neu erfunden – neben vielen anderen, neuen Dingen. Diese gilt es weiter abzurunden, den Serverbetrieb noch weiter zu automatisieren („Lights off Services“) und sich weiter auf Vorteile für die Endnutzer zu konzentrieren.

Hierzu benötigen wir SIE! Ihr Input ist uns extrem wichtig, denn wir wollen die zukünftigen Versionen von Domino so gestalten, dass Sie in Ihren Unternehmen eine Top-Software haben, die alle gern nutzen und die Ihnen Mehrwerte zu besonders attraktive Konditionen bietet.

Melden Sie sich noch heute an*, denn die Jams sind schon nächste Woche!

PS.: Was dann letztlich in Domino V11 drin sein wird, wird auf der THINK 2019 im Februar in San Francisco angekündigt werden.

* Die Tickets werden im Losverfahren verteilt. Sie werden innerhalb von 24 Stunden benachrichtigt

 

Tom Zeizels Blog: Jammen für Domino V11 – neue Termine

Tom Zeizels Blog: Jammen für Domino V11 – neue Termine

Vor einem Jahr haben wir uns im ersten Jam von Ihnen, unseren Kunden und Partnern, das Feedback geholt, was für Sie wichtig wäre, was in Domino V10 und allen beteiligten Familienprodukten drin sein sollte. Jetzt haben wir zusammen mit unserem Entwicklungspartner HCL pünktlich geliefert. Auch die deutschsprachige Version wird im Rahmen des Sprachpakets 1 in Kürze kommen. Die positive Resonanz auf V10 war bei dem Ankündigungsevent am 9. Oktober in Frankfurt für uns absolut überwältigend und ist bei allen meinen bisherigen Kundentreffen wirklich auch so positiv geblieben. Wir haben also offensichtlich sehr viel richtig gemacht.

Das ist aber nur gelungen, weil wir konsequent begonnen haben den Input aus dem ersten Jam und aus der lebenden Requirementsliste umzusetzen. V10 war in erster Line ein Server-Release mit zusätzlichem Schwerpunkt darauf, Domino Anwendungsentwicklung für die vielen JavaScript-Entwickler zu öffnen und die Möglichkeiten moderne Programmierung mit Node.js usw. zu ermöglichen.

Jetzt heißt es sich auf das nächste Release Domino V11, das in 2019 kommen soll, zu konzentrieren. Die groben Schwerpunkte, an die wir im Moment denken, sind Überbleibsel aus dem ersten Jam:

  • Den sogenannten „Citizen Developer“ noch besser zu unterstützen. Damit ist gemeint die Möglichkeiten der Anwendungserstellung noch weiter zu vereinfachen, sodass Mitarbeiter in den Fachbereichen „mal eben“ eine kleine App erstellen können, auch wenn sie keine erfahrenen Programmierer sind. Diese Apps, die dann von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden können, können u.a. auch über einen Firmen-Appstore verteilt und auch dank vorhandener APIs in nahezu belieben anderen Anwendungen integriert werden. .
  • E-Mail in Richtung „Open E-Mail“ (also egal mit welchem Client) zu erweitern und mit mächtigen Analytics-Funktionen einfacher bedienbar zu machen.
  • Den Betrieb der Plattform, der heute schon eine hervorragenden Ausfallsicherheit aufweist, noch weiter in Richtung „Lights out-Operations“ (das Licht im RZ kann auf aus bleiben) voranzutreiben.

Natürlich wird es auch darum gehen für die verschiedenen Nutzergruppen – Mitarbeiter in Fachbereichen, Sekretariatsdienste, Manager, usw. – weitere Mehrwerte zu schaffen, die sich in der täglichen Nutzung der Domino Plattform im Arbeitsalltag bewähren und somit den Wert der Domino Plattform an sich weiter ausbauen.

Das können und wollen wir nicht allein festlegen. Hierzu wird es deshalb allein in D-A-CH drei weitere Jam-Termine geben. Ein IBM Jam ist eine Methode, die auf die IBM Design Thinking Methode aufsetzt und die sich hervorragend eignet in strukturierter Weise Szenarien für bestimmte Rollen (Personas) zu entwickeln, die besonders praxisnah sind. Der weltweit erste Jam der zweiten Staffel lief bereits am 15.11. im Rahmen des Domino-Tags bei der DNUG in Düsseldorf. In dieser zweiten Staffel geht es um Domino V11 und was unbedingt darin sein sollte. Die Termine sind diese:

  • Am 11.12.2018 in Frankfurt
  • Am 12.12.2018 in Wien

Hierzu möchten wir ausschließlich Kunden und Partner einladen (also u.a. auch keine IBM Kollegen – sorry), die noch nicht in Düsseldorf dabei waren. Die Zahl der Plätze ist naturbedingt durch das IBM Design Thinking basierte Jam Format sehr begrenzt. Um möglichst gerecht vorzugehen, werden wir einmal in der Woche aus der Liste der Angemeldeten Plätze im Losverfahren verteilen und Sie entsprechend zeitnah informieren.

Seien Sie dabei! Bestimmen sie mit, was in Domino 11 für den Server, den Notes Client, Verse und Sametime neu sein soll! Beteiligen Sie sich aktiv am neuen Jam und melden Sie sich jetzt an!

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Tom Zeizels Blog: Demo Time – Beispiele für Domino V10 Anwendungen

Tom Zeizels Blog: Demo Time – Beispiele für Domino V10 Anwendungen

Bilder sagen mehr als 1000 Worte – und dann erst ein Video. Wer verstehen möchte, was an Domino V10 bezogen auf Unternehmensanwendungen so neu ist, kann sich nun einen kurzweiligen Überblick mit einem Video verschaffen, dass die von Luis Guirigay, (Domino Produktmanagement, USA) beim großen Domino V10 Launch Event am 9. Oktober in Frankfurt vorgeführte Demo zeigt. Es war eine live-Session, also ohne doppelten Boden oder Videos (So ist denn auch seine anfängliche Ansage zu verstehen, der „Demogott möge mir beistehen“).

Seinen ersten Demoteil begann Luis mit dem Beispiel einer Entwicklerin, die JavaScript Skills hat und sich nur ein wenig mit Domino auskennt. Sie beginnt ihren Arbeitstag mit – wir kennen es – E-Mail. Das macht sie mit der neusten Version (1.0.5, und die nächste, 1.0.6, kommt auch schon wieder in Kürze) von Verse on prem (VOP), das sich in den letzten Monaten nun endlich sehr rausgemacht hat. Sie findet darin den Auftrag eine Übersicht über alle Domino-Anwendungen im Hause, ihre Bedeutung und Komplexität, zu erstellen. Dazu nutzt sie ApplicationInsights von Panagenda, das weiterhin für die ersten 50 Anwendungen kostenfrei zur Verfügung steht.

Mit dem Tool kann sie auch herausfinden, welche Anwendungen ohne Probleme und weitere Anpassungen sofort in der neuen Domino Mobile Apps Anwendung auf dem iPad laufen. (Das gilt für fast alle. Es gibt aber Ausnahmen, wie Anwendungen, die Java nativ nutzen, denn das gibt es auf dem iPad leider nicht. Falls man solche Anwendungen hat, gibt es verschiedene Workarounds, die nur etwas Aufwand erfordern.) Wie selbst sehr alte Domino-Anwendungen direkt auf dem iPad laufen, führte Luis dann zum Ersteunen vieler im Audirtorium schon mal live vor (Die App ist im Moment noch im Beta-Stadium, soll aber noch vor Jahresende generell verfügbar werden).

Teil seiner Beispielanwendung ist eine Integration der Domino-Anwendung zu Salesforce, mit der direkt eine Opportunity angelegt werden soll. Dank der neu unterstützten http- und Json-Klassen ist das sehr einfach umzusetzen. Auch die Nutzung von spezifischen iPad Funktionen, wie u.a. der Kamera ist natürlich möglich. Damit können beispielsweise Belege direkt in die Domino App aufgenommen werden. Und dass man mit Domino Anwendungen auch offline auf dem iPad weiterarbeiten kann ist sicher nicht nur für Versicherungsvertreter von großem Interesse.

In nächsten Teil zeigte Luis zunächst eine ältere Kundenkontaktanwendung – auf neudeutsch CRM – die Web-fähig gemacht werden soll – und zwar nicht von einem Programmierer, sondern als No/Low Code Entwicklung von einem IT-Kenner aus einem Fachbereich. Luis zeigt hier, wie man eine solche Anwendung, die aus 3 Formularen, 20 Views, Business-Logik und -Security, usw. besteht und bisher auf den Notes Client angewiesen war, in weniger als einer Stunde zu einer modernen Webanwendung mit Responsive Design – damit sie auf allen Geräten in ansprechender Weise läuft – macht. Das geht mithilfe von TeamWorkr – einer auf dem Domino Server laufenden Lösung der Münchner Firma Team Technology, die auch direkt von IBM bezogen werden kann.  Damit ist nicht nur ein Refresh möglich, sondern genauso einfach auch Erweiterungen, etwa mit Google Maps-Einbindung und ähnlichem.

Im dritten Teil der Demo geht es Luis um eine Problem-Ticket Anwendung auf Basis von JavaScript und Node.js. Mit der neuen Domino Query Language (DQL) ist möglich vom Node.js-Code aus Daten aus einer Domino Datenbank zu nutzen, also zu lesen und zu schreiben – und das enorm schnell. So ist es mit DQL beispielsweise gelungen in einer Datenbank mit Millionen von Einträgen die Zeit für eine Abfrage von etwa 7 Sekunden auf weniger als eine Viertelsekundende zu senken. Performance pur! Nicht nur damit wird Domino interessant für jeden JavaScript/Node.js Entwickler, die mit bestehenden, auch älteren Domino Anwendungen nahezu Wunder vollbringen können, aber für die es genauso interessant ist neue Anwendungen mit Domino zu entwickeln.

In einem weiteren Beispiel ging es um eine große Vertriebsanwendung, bei der man vor der Frage stand sie auf einer anderen Plattform neu entwickeln zu lassen. Die Komplexität solcher Anwendungen kann sehr extrem sein, sodass Neuentwicklungen durchaus Kosten im zweistelligen Millionenbereich verursachen können. Mit Domino V10 kann man seine Ziele – eine moderne Anwendung, die gut performt und überall läuft – auf Basis einer bestehenden Anwendung auch wesentlich schneller und günstiger verwirklichen – ohne riskanten und kostspieligen Plattformwechsel.

Aber es bleibt nicht nur bei der Modernisierung: Mit einem JavaScript Framework, wie z.B. React oder Angular Express gelingt mit Domino V10 auch eine sehr einfach umzusetzende Integration in ganz andere Software-Welten. Dazu zählen Salesforce genauso wie Microsoft’s Office 365, in die sich Domino V10 Anwendungen so integrieren, dass die Nutzer nicht einmal merken, dass Domino für sie im Hintergrund arbeitet, vielleicht abgesehen von der auffällig guten Performance, denn andere Dinge, wie besonders hohe Sicherheit, bemerkt man als Endnutzer ja normalerweise nicht.

Im zweiten Demoteil widmete sich Luis Guirigay dann den Administratoren und zeigte auf welche Vorteile Docker, CentOS, Cluster-Symmetrie, Auto-Repair, usw. bringen. Nachdem das Thema Cloud so langsam für immer mehr Unternehmen machbar wird, stellt sich auch die Frage nach Möglichkeiten Domino Apps in der Cloud laufen zu lassen. Auch das ist natürlich möglich und Luis zeigte, für welche Apps es geht und Sinn machen könnte. Das ist nach unseren Erfahrungen auch mit größeren Einsparpotenzialen verbunden und immer eine Betrachtung wert. In der abschließenden, dritten Demoteil ging er dann noch auf weitere Integrationsszenarien in IBM Produkte, aber auch zum Beispiel in Slack, Microsoft Teams, usw. ein. Eine sehr beeindruckende Vorstellung!

Ich habe Luis in Frankfurt live erlebt, in diesem vollen Auditorium. Ich glaube, dass jeder im Raum so überrascht war wie ich, was IBM und HCL gemeinsam in den letzten Monaten bewegt haben und was allein in Domino V10 schon alles steckt. Und seit nunmehr drei Monaten wird auch bereits an V11 gearbeitet. Was sagten die Analysten? „Domino ist zurück!“ Es sieht so aus.

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH

Tom Zeizels Blog: #dominoforever – die nächsten Schritte

Tom Zeizels Blog: #dominoforever – die nächsten Schritte

Ich kann es mir diese Woche einfach machen mit nur zwei Hinweisen:

  1. Unser für die Domino-Produktfamilie verantwortlicher Produktmanager Andrew Manby hat der DNUG ein lesenswertes Interview zum Thema „Domino as a modern, viable Platform for Years to come“ gegeben, also einem Ausblick auf die nächsten Schritte nachdem Domino V10 nun mehr oder weniger (abhängig von Plattform und Sprachen) da ist. Eine klare Leseempfehlung von mir!
  2. In dem Interview wird auch darauf abgehoben, dass ihm Rahmen des DNUG Domino Days am 15.11.2018 in Düsseldorf der neue Jam zum Thema Domino V11 gestartet werden wird. Jetzt ist der Domino Day aber schon sehr stark ausgebucht. Deshalb hier die Anmerkung, dass wir für Anfang Dezember einen weiteren Jam Termin in Deutschland angedacht haben. An den konkreten Details wird aber noch gearbeitet.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr

Tom Zeizel
Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions in D-A-CH